Mit seinem Tischtennis-Team ein ewiger Rekordhalter

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Abschied von Paul Loleit





„Am Tisch ein Löwe, der als Familienmensch sonst besonnen reagierte“ – so könnte man den am 17. April 1935 geborenen Paul Loleit in wenigen Worten vielleicht treffend beschreiben. Den Tischtennisschläger legte er schon vor rund zehn Jahren aus der Hand, doch die Nähe zu seinem Sport und beim MTV Hoopte blieb bis zuletzt. Paul Loleit, der jetzt kurz nach seinem 85. Geburtstag doch unerwartet verstarb, gab sein Tischtennis-Gen gleich an zwei Generationen weiter. Neben Sohn Mark schmettert auch sein 15jähriger Enkel Erik und der drei Jahre jüngere Bruder Mats beim MTV Eyendorf den kleinen, weißen Ball über das Netz. Tochter Astrid komplettierte die Familie.

Das sein langer Tischtennis-Weg bei seinem MTV Hoopte dort überhaupt begann, war reiner Zufall. Als die Loleit-Familie während des 2. Weltkrieges aus Rudienen, dem ehemaligen Ostpreußen und heutigem Litauen flüchteten, landete er mit seinen Eltern, den drei Schwestern und seinem Bruder zunächst bei einer Tante in Hamburg-Öjendorf. Schon vor der Heirat 1961, kam der gelernte Dreher und spätere technische Angestellte beim Großmarkt Hamburg an den Hoopter Elbdeich. Als Milchwagenfahrer bei der Molkerei Eichbauer, die heute der Sitz des Malereibetriebes Hans-Heinrich Harms ist, lernte er 1957 seine Ehefrau Elke kennen.

Durch die Ehefrauen fanden Anfang der 1960er Jahre die Tischtennis-Herren den gemeinsamen Weg an die Platte. Den ersten Tischtennis-Tisch „organisierte“ Paul Loleit. Der stand zu Beginn auf der Diele bei Martin Müller. Im ehemaligen Fährhaus Beuster, dem heutigen Ristorante Al Fiume, begannen die sportlichen Aktivitäten und mit der offiziellen Gründung der Abteilung auch der Punktspielbetrieb. Martin Müller, Rainer Reukauf, Wilhelm Pahl, Wilhelm Hirschfeld, Dieter Kröger und Paul Loleit starteten 1965 als Mannschaft des MTV Hoopte. In den 1970er Jahren gingen sie meist in der 2. Kreisklasse auf Punktejagd; in den 1990er Jahren gewannen sie gemeinsam den Kreispokal im Herren C Wettbewerb und schafften als Team Historisches. Bis zur Saison 2004/2005 spielten sie zusammen, also insgesamt 40 Jahre. Ein einmaliger Rekord im Landkreis, der auch in Zukunft wohl kaum wiederholbar sein wird und der damals mit einem vereinsinternen „Festakt“ entsprechend gewürdigt wurde.

Einzelwettbewerbe, wie etwa bei Kreismeisterschaften, standen nie im Fokus des Sextetts. Das Team war immer der Mittelpunkt ihrer sportlichen Verbundenheit. Zum 50jährigen Bestehen der Abteilung trafen sich die meisten des damaligen Teams nochmal. Auch Paul Loleit, der in seiner aktiven Zeit das defensivere Spiel vor dem offensiven bevorzugte war 2015 dabei, beim Rückblick auf eine Ära, die er selbst mitgestaltet hat.



-Ralf Koenecke-

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